Die unterschiedlichen 3D-Druck-Technologien haben wir dir bereits hier vorgestellt. Nun geht es darum herauszufinden, welcher Drucker für welche dentale Indikation „der Richtige" bzw. „der Beste" ist. Um dies ermitteln zu können, haben wir diesen Bericht in verschiedene Kategorien unterteilt:
Mit den Druckverfahren DLP und MSLA lassen sich viele zahntechnische Fälle realisieren. Dabei gilt es jedoch, die rechtlichen Vorgaben zu beachten.
So handelt es sich bei Modellen – welche nicht beim Patienten eingesetzt werden, sondern lediglich als Fertigungshilfe dienen – nicht um ein Medizinprodukt. Bedeutet: 3D-Drucker und Resin/Harz kannst du für Modelle frei wählen.
Möchtest du mit dem 3D-Drucker jedoch Teile anfertigen, welche unter das Medizinproduktegesetz fallen, so hast du gewisse rechtliche Vorgaben zu beachten. Darunter fallen unter anderem: Bohrschablonen, temporärer Zahnersatz, aber auch individuelle Abformlöffel.
Solche Medizinprodukte dürfen lediglich mit Material gedruckt werden, welches für das jeweils zu druckende Teil freigegeben bzw. zertifiziert ist.
Solltest du Medizinprodukte drucken wollen, so ist zudem eine Validierung / Prozessvalidierung durchzuführen. Dabei handelt es sich um einen objektiven Nachweis, dass die Anforderungen für einen spezifischen beabsichtigten Gebrauch oder eine spezifische beabsichtigte Anwendung erfüllt worden sind. Wir wollen es an dieser Stelle jedoch nicht komplizierter machen, als es ist.
Es gibt einige in Verbindung mit zertifizierten Materialien validierte Drucker. Darunter unter anderem auch die von uns angebotenen Drucker und das von uns vertriebene Material.
Die Druckgeschwindigkeit hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:
- Wie stark sind meine Druckschichten?
- Wie stark ist die Lichtquelle des Druckers?
- Welches Material wird benutzt?
- Wie genau soll gedruckt werden?
Hier wollen wir uns auf den Drucker bzw. die Lichtquelle fokussieren.
Die preiswerteren Drucker (MSLA-Technologie) arbeiten mit einer UV-LED-Belichtungseinheit, die etwas höherpreisigen (DLP-Technologie) mit einem Projektor. Bei den verbauten Projektoren handelt es sich häufig um Hochleistungsgeräte, welche eine deutlich höhere Lichtstärke aufweisen können als MSLA-Drucker.
In den vergangenen zwei Jahren haben sich jedoch auch die MSLA-Geräte deutlich weiterentwickelt, sodass die Belichtungszeiten auch hier reduziert werden konnten.
Jeder Drucker kann nur exakt arbeiten, wenn die Druckparameter auf das jeweilige Material angepasst sind. Ist dies erfolgt, so kann mit den meisten Druckern ein gutes Ergebnis erzielt werden.
Zu beachten ist jedoch, dass beim Drucken von Medizinprodukten die Geräte gemäss der MDR (Medical Device Regulation) regelmässig gewartet und nachgemessen werden müssen. Dies ist bei kleineren MSLA-Geräten häufig nicht möglich.
Den Service deiner Geräte übernehmen wir gerne.
Neben der Leistungsstärke der Lichtquelle, der Schichtstärken sowie der eingestellten Druckparameter haben die Drucker unterschiedlich grosse Bauplattformen, was ebenfalls zu unterschiedlichen Druckmengen führt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass – wenn der Drucker mit dem Material gut eingestellt ist – in den meisten Laboren eine Bauplattform mit den ungefähren Massen 150 mm x 100 mm ausreichend ist.
Zu beachten ist, dass sich mit der Bauplattformgrösse auch die Resin-Wannen-Grösse erhöht. Dies führt dazu, dass du auch bei kleineren Bauteilen (z. B. Zahnfleischmasken) dennoch eine grössere Menge Harz in die Wanne füllen musst.